Mit Kindern Gott feiern
„Man sieht nur mit dem Herzen gut …“ - darum geht es, wenn wir uns den Geheimnissen des Alltags nähern wollen.
Liturgie bedeutet, in Gott das Leben zu feiern, zu bedenken und zu gestalten, darin einerseits das Leben mit seinen Fragen und Sehnsüchten zur Sprache zu bringen und andererseits von Gott her Antwort, Kraft und Hilfe zu erfahren. Zentrale Inhalte jeder Liturgiefeier sind der Tod und die Auferstehung Jesu Christi, die das menschliche und christliche Leben deuten.
Gott möchte in jede Lebenssituation sein Wort und damit sich selbst hineinsprechen, in Zeichenvollzügen seine Nähe erfahrbar und seine Begleitung spürbar machen. Dies geschieht in der Gottesdienstgemeinschaft. Wesentliche Merkmale des In-Gott-Seins sind die Freude und der Friede des Herzens.
Jede liturgische Feier ist geprägt von der Bewegung: Gott lädt ein, er heilt und heiligt – der Mensch gibt seine Antwort. Das heißt konkret: sich zunächst vorbereiten auf das Hören des Wortes Gottes, es aufnehmen, bedenken und im Gebet darauf antworten.
Die Mahlgemeinschaft macht deutlich, dass wir in Christus zur Gemeinschaft berufen sind, dass er selbst als die Mitte dieser Gemeinschaft die Christen nährt und stärkt.
In der Liturgie feiern wir immer das Ziel unseres Lebens, zu dem wir unterwegs sind: die endgültige Gemeinschaft in Gott.
Noch wichtiger ist vor allen Fragen der Gestaltung die Tatsache, dass die Feier der Liturgie nicht etwas ist, was wir ,,machen" können. Sie ist zuerst und vor allem ein Geschenk, das Gott uns macht: das Geschenk seiner Gegenwart unter uns Menschen. Jede Form der ,,Gestaltung" ist je neu der Versuch, dieses Geschenk in angemessener Weise anzunehmen und auszudrücken. Dieses Geschenk zu feiern heißt aber, Gott und sein Leben mit uns zu feiern.
