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Wortgottesdienst

Jedes Fest braucht seinen Rahmen. So hat auch jeder Gottesdienst Feierelemente für das Ankommen (Eröffnung) und für das Abschließen (Segen).
Im Wortgottesdienst feiern wir, dass Gott uns in den Botschaften der Heiligen Schrift persönlich anspricht (Wort des lebendigen Gottes).

Eröffnung

  1. Eröffnung

    Wir versammeln uns im Namen Jesu und sind überzeugt, dass er bei uns sein wird: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt bin, bin ich mitten unter ihnen!“ (Matthäusevangelium 18,20)
    Eröffnungslied:Gemeinsames Kreuzzeichen: Alles in dieser Feier geschieht im Namen des Vaters, im Namen Jesu und im Namen des Heiligen Geistes.
    evt. Entzünden einer Gottesdienstkerze
    Begrüßung – Hinführung zur gemeinsamen Feier

  2. Bußakt - Vergebungsbitte

    Wir besinnen uns (Besinnungstexte, Schuldbekenntnisse) und feiern, dass Gott uns vergibt (Vergebungsbitte – Zusage, dass Gott uns vergibt). Manchmal wird die Bitte um Vergebung auch mit dem „Herr, erbarme dich“ gefeiert. Das Kyrie ist aber nicht automatisch ein Ruf um Erbarmen.

  3. Kyrie

    Wir singen Jesus zu, der uns Gutes tut und jetzt unter uns ist. Der griechische Ruf „Kyrie eleison“ ist sinngemäß übersetzt keine Bitte um Vergebung sondern ein freudiger Ruf zu Jesus, der uns Gutes tut.

  4. Gloria (= Ehre sei Gott in der Höhe)

    Der Anfang des Gloria erinnert uns an die Geburt Jesu: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen seiner Gnade.“ Bei einem richtigen Glorialied sollte das auch immer vorkommen. Bei einem Wortgottesdienst kann man das Gloria auch auslassen oder durch ein anderes Lied ersetzen. Das Gloria entfällt in der Advents- und Fastenzeit.

Feiern des Wortes Gottes

  1. Lesung

    Am Ende einer Lesung aus der Bibel sagen die LektorInnen: Wort des lebendigen Gottes. Das bedeutet, dass wir in den Glaubensgeschichten dieses Buches Wichtiges darüber hören, wie Gott früher gewirkt hat und auch heute wirkt.
    Bei einem Wortgottesdienst mit Kindern kann auch als Hinführung oder Erläutung zum Thema des Evangeliums eine Geschichte oder ein Text aus einem anderen Buch vorgelesen werden. Dieser Text bzw. diese Geschichte soll helfen, das Evangelium besser aus der Erlebniswelt der Kinder zu verstehen.

  2. Zwischengesang - Psalm

    In der Feier für die Erwachsenen sind Psalmen (Lieder) aus dem Alten Testament als Antwort auf die 1. Lesung vorgesehen. Bei einer Feier mit Kindern soll man darauf achten, dass Gesänge nach der Lesung thematisch zur Lesung dazugehören.

  3. Halleluja

    Das Wort Halleluja stammt aus der Sprache des jüdischen Volkes. Es bedeutet frei übersetzt: Wir loben Dich Gott, wir jubeln dir zu. Das Halleluja wird in den Gottesdiensten immer (außer in der Fastenzeit) vor dem Hören des Evangeliums gesungen. Es eröffnet sozusagen die Feier des Evangeliums: wir stehen dazu auf und bereiten uns so vor, das Wort Jesu zu hören. Es kann auch sinnvoll sein, nach dem Hören des Evangeliums das Halleluja noch einmal zu singen.

  4. Evangelium

    Wir hören die Frohe Botschaft. Jesus spricht zu uns. Kleines Kreuzzeichen auf die Stirn, auf den Mund und auf die Brust. Wir sagen damit: Jesus ist in meinen Gedanken, in meinen Worten und in meinem Herzen. Eine Evangeliumsstelle (Markus, Matthäus, Lukas oder Johannes) aus dem Neuen Testament wird vorgelesen.

  5. Predigt

    Wir sind gemeint. Gottes Wort ist erst dann bei uns angekommen, wenn wir es als ein Wort an uns erfahren können. Darum werden biblische Texte für unsere Zeit übersetzt und aktualisiert.

  6. Glaubensbekenntnis

    Bei einem Sonntagswortgottesdienst bekennen wir gemeinsam unseren Glauben. Dieses Bekenntnis kann manchmal auch mit anderen Worten ausgesprochen werden. Gott als Schöpfer und Jesus als Erlöser durch Tod und Auferstehung sollten auf jeden Fall vorkommen.

  7. Lob Gottes

    Bevor wir uns bittend Gott zuwenden danken wir ihm für alles, was wir von ihm erhalten.

  8. Fürbitten

    Wir kommen mit unseren Bitten für Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen zu Gott. Die Fürbitten können vorbereitet oder frei gesprochen werden. Die Gemeinde antwortet gesprochen oder in Liedform: Wir bitten dich, erhöre uns oder: Christus höre uns oder ein anderer Ruf.

  9. Vater unser

    Wir beten, wie Jesus es uns gelehrt hat. Das Vaterunser kann miteinander gebetet oder gesungen werden. Gesten (wie Händereichen) oder Gebärden verinnerlichen und vertiefen den Inhalt des Gebetes.

Abschluss: Segen

  1. Segen

    Jesus hat uns zugesagt, allezeit bei uns zu bleiben. Im Segensgebet wird uns das als Geschenk zugesagt und auf die verschiedenen Lebenssituationen hin erbeten. Gott wendet sich segnend uns zu, er begleitet uns in unserem Leben. Deshalb ist ein Segnen mit Berühren sehr geeignet, diese Überzeugung auszudrücken.

  2. Abschlusslied

Bei einem Kinderwortgottesdienst kann und soll der Ablauf entsprechend verkürzt und vereinfacht werden: z. B. nur eine biblische Textstelle, Zwischengesänge können entfallen usw.